Couperose
Abb.1 Couperose

Spider naevi
Abb.2 Spider naevi

RosaceaAbb.3 Rosacea

Sonnenflecken Allgemeines
Abb.4 Verlauf der Heilung von
Pigmentflecken nach IPL

SonnenfleckenAbb.5 Sonnenflecken

AltersfleckenAbb.6 Altersflecken

SommersprossenAbb.7 Sommersprossen

LeberfleckAbb.8 Leberflecken

 

Informationen

1. Aederchen

 

Allgemeines

Verschiedene Formen von störenden Äderchen der Haut können sehr erfolgreich mit der IPL- Technologie behandelt werden. Während bei der Haarentfernung und der Behandlung von Pigmentflecken die Energie der Blitzlichtlampe vom dunklen Haar- resp. Hautfarbstoff, dem Melanin, aufgenommen und in Hitze umgewandelt wird, ist es bei den hier zur Diskussion stehenden Äderchen der rote Blutfarbstoff, das Hämoglobin, welcher die Energie der Blitzlichtlampe aufnimmt und in Hitze umwandelt. Durch diese Erhitzung platzen die roten Blutkörperchen und gerinnt das Blut. Die hierbei entstehenden Gerinnsel verstopfen die Äderchen und verkleben mit deren Innenhaut. Dadurch wird eine leichte Entzündung der Gefässwand ausgelöst, was Zellen der Immunabwehr anlockt, welche die Äderchen abbauen.

 

Couperose (Abb.1)

Patienten mit Couperose haben auffällig gerötete Haut im Bereich der Wangen und der Nase, manchmal auch des Decolletés und des Halses, welche durch feine Blutgefässerweiterungen der Haut verursacht sind. Sie treten – meist erst ab dem 30. Lebensjahr – bei Patienten mit konstitutioneller Bindegewebsschwäche und dünner Haut auf.

Diese Form störender Äderchen der Haut lässt sich in der Regel sehr erfolgreich mit der Blitzlichtlampe behandeln.

 

Gefässspinnen (Spider naevi) (Abb.2)

Spider naevi sind sternförmige Gefässerweiterungen; kleine, von einem zentralen Gefäss augehende Gefässspinnen auf der Haut. Solche Gefässspinnen kommen besonders häufig im Bereich des oberen Brustkorbs zum Hals hin auf; sie finden sich aber auch im Gesicht und in anderen Körperregionen. Häufig sind Spider naevi Ausdruck einer Lebererkrankung und erfordern bei entsprechendem Verdacht eine ärztliche Abklärung.

Diese Form störender Äderchen der Haut lässt sich in der Regel sehr erfolgreich mit der Blitzlichtlampe behandeln.

 

Rosacea (Abb.3)

Die Rosacea beginnt mit fleckigen Rötungen im Gesicht, insbesondere im Bereich des sogenannten Schmetteringsareals, welches sich von der Nase aus auf die Wangen auf Stirn und Kinn ausdehnt. Im Rahmen dieses Kranheitsbildes finden sich auch dauerhaft erweiterte, oberflächliche Äderchen, sogenannte Teleangiektasien. Meist bestehen auch entzündliche kleine Papeln und Pusteln. Die Ursache dieser Krankheit ist nach wie vor weitgehend unbekannt. Diskutiert wird – neben einer Regulationsstörung der Gefässversorgung des Gesichts – eine Beteiligung der Haarbalgmilben und eine neurogene Entzündung. Kaffe-, Tee- oder Alkoholgenuss sowie scharfe Gewürze und Sonnenbäder können eine Verschlechterung bewirken.

Zur Behandlung der leichten Form der Rosacea wird verschiedentlich auch die IPL-Lichttherapie genannt. Ungeachtet dessen führen wir die IPL-Behandlung der Rosacea bei uns nicht durch, sondern empfehlen Beurteilung durch einen Hautarzt/Hautärztin, ob nicht andere therapeutische Optionen (Meidung der Verstärker, Antibiotika, Azelainsäure, Isotretinoin) angezeigter sind als eine IPL-Behandlung.

 

2. Pigmentflecken

 

Allgemeines (Abb.4)

Gutartige Hautpigmentierungen lassen sich bis auf einige wenige Ausnahmen (vgl. unten) sehr effizient mittels der Blitzlichtlampe (IPL-Technologie) behandeln. Das hochenergetische Licht wird vom Melanin – dem dunklen Farbpigment der Haut – absorbiert und in Wärme umgewandelt. Diese Wärme zerstört die pigmentreichen Zellstrukturen gezielt. Kurz nach der Behandlung kommt es zu einer leichten Verdunkelung der behandelten Stellen und zu einer hauchdünnen Krustenbildung. Nach ca. fünf bis acht Tagen fallen diese leichten Verkrustungen ab.

Je nach Intensität und Alter der Flecken sind bis zu drei und je nach Ausdehnung bis insgesamt sechs Behandlungen nötig. Die Behandlung ist völlig unkompliziert und in der Regel ohne Nebenwirkungen.

 

Sonnenflecken resp. Altersflecken (Lenitgo solaris resp. senilis) (Abb.5 und 6)

Bei Sonnenflecken resp. Altersflecken handelt es sich um bräunliche, linsenförmige Flecken am Handrücken, an den Unterarmen und im Gesicht oder Decollté. Sie treten vorallem an Hautstellen auf, die häufig der Sonne ausgesetzt sind. Menschen ab dem 40. Lebensjahr sind von solchen Sonnen- und Altersflecken häufig betroffen. Infolge jahrelanger Sonneneinwirkung kommt es an der Haut u.a. auch zu einer leider nicht homogenen, sondern inhomogenen Zunahme von Pigmentzellen, den so genannten Melanozyten. Damit werden auch vermehrt Pigmente in die der Oberhaut gebildet, welche als bräunliche Flecken auf der Haut erscheinen. Sonnen- resp. Altersflecken sind völlig harmlos und zeigen auch nach Jahren keine Tendenz zu bösartigen Umwandlungen.

Sonnen- resp. Altersflecken sprechen auf eine Behandlung mit IPL gut an und bedürfen auf Grund des Vorerwähnten vor dem Start einer solchen Therapie keiner Vorabklärungen.

 

Sommersprossen (Epheliden) (Abb.7)

Die anlagebedingten, stecknadelkopf- bis linsengrossen, braunen Flecke treten jeweils im Frühjahr und Sommer verstärkt auf. Sie sind meistens genetisch bedingt. Besonders betroffen von Sommersprossen sind blonde und rotblonde Menschen.

Die pigmentbildenden Zellen in den Sommersprossen bilden mehr Melanin als die der umgebenden Haut. Meist erscheinen die Sommersprossen schon in früher Jugend.

Sommersprossen sprechen auf eine Behandlung mit IPL sehr gut an und bedürfen auf Grund des Vorerwähnten vor dem Start einer solchen Therapie keiner Vorabklärungen.

 

Leberflecke, Muttermale (Pigmentnaevi) (Abb.8)

Leberflecken und Muttermalen sind die umgangssprachlichen Bezeichnungen für gutartige Wucherungen von pigmentbildenden Zellen der Haut und entsprechen in etwa dem Fachausdruck «Pigmentnaevus». Da bestimmte Arten von Leberflecken durchaus das Risiko der Entstehung einer bösartigen Wucherung in sich bergen, ist es wichtig, den genauen Typus jeder pigmentierten Hautwucherung zu bestimmen bevor man diese behandelt.

Leberflecken und Muttermalen müssen deshalb von einem Hautarzt/einer Hautärztin abgeklärt und – wenn nötig oder erwünscht – auch von einem solchen Facharzt/Fachärztin behandelt werden. Leberflecke und Muttermale werden dementsprechend von uns nicht behandelt.